Platz 2 in der Bezirksliga



Der 3. Platz, nach dem 1. Wettkampftag mit nur einem Punkt Rückstand auf Freising und Dachau, war eine gute Ausgangsposition für die Entscheidung in Langenpreising. Schon die Anreise wurde zu einer beschaulichen Fahrt über Land. Da sich Peter schon bis Rosenheim durch den Stau zu uns (Claudia, Markus und ich – ich, das ist Wolfgang, der diese Zeilen verbrochen hat) gequält hatte, beschlossen wir, die Autobahn zu meiden. In 2 Stunden sollten wir auch auf der Landstraße dort sein. In 1 Std. und 35 Min. waren wir (bei Einhaltung der Tempolimits!) in Langenpreising. Tolle Leistung meinerseits, aber leider konnte ich diese Form nicht bis zum Wettkampf konservieren.

Nach dem Einschießen fühlte sich Claudia noch nicht ganz sicher und meinte, ich solle mit unserem Stammpersonal beginnen. „Was soll mit 2 solchen Granaten wie Markus und Peter schon schief gehen, da brauch ich doch nur die Scheibe treffen“, dachte ich mir. Genau so lief das erste Match gegen Babensham auch. Markus zeigte mit 77 Ringen gleich, was er kann. 216:176 war am Ende ein deutlicher Sieg.

Nach einer kurzen Besprechung beschlossen wir, gegen Sauerlach noch einmal so anzutreten. Dieses Match war nicht gerade eine Glanzleistung. Markus war mit 73 Ringen wie gewohnt gut. Peter hatte, was es bei ihm sonst nie gibt, keinen 10er und musste mit 68 Ringen zufrieden sein. Aber den Vogel abgeschossen (nicht wörtlich zu nehmen) habe ich mit 2 „M“ selbst, nur 48 Ringe. Am liebsten hätte ich mir ein Loch gegraben um darin zu versinken, was bei dem Steinboden in der Langenpreisinger Halle leider nicht möglich war. Mit 189 Ringen war die Niederlage besiegelt. Zu allem Überfluss flog neben uns, auf der Einschießscheibe, eine Visierschraube durch die Gegend. Super, die war von Claudia. Nachdem unsere Mitschützin ihr Visier notdürftig mit Klebeband fixiert hatte, wollte sie die nächste Runde noch zum Testen verwenden und erst wenn alles passt in den Wettkampf einsteigen. Gut, dann muss ich mich zusammenreißen und noch einmal schießen.

Match 3 gegen Mittenwald war zwar immer noch nicht unser Anspruch, aber mit 202:191 waren zumindest die Punkte bei uns.

Jetzt war Claudia einsatzfähig. Endlich komme ich aus der Schusslinie, äh von der Schießlinie und kann mich aufs Coachen konzentrieren. Die letzte Runde vor der Pause wurde wieder eine klare Sache für uns. Markus, wie gewohnt sicher, und ein hervorragend aufgelegter Peter (76 Ringe) geben Claudia das nötige Vertrauen. Mit 214:202 wurde Laufen deutlich besiegt. 6:2 Punkte aus 4 Matches sind in Ordnung, aber irgendwie hat mich das zweite Match immer noch gewurmt.

Nach einer kleinen Stärkung ging es gegen Dachau weiter, mit Claudia. Irgendwie wollte ich meinen Bogen heute gar nicht mehr in die Hand nehmen, die Gefahr, in meiner momentanen Verfassung jemand zu erschießen, erschien mir zu groß. Gegen die 220 Ringe der Dachauer war aber kein Kraut gewachsen und wir mussten mit 20 Ringen Abstand zum verdienten Sieg gratulieren.

Die ersten 4 Mannschaften waren jetzt so eng zusammen, dass Monika Verheij zu Ernst Schuh sagte: „Das wird ein Hauen und Stechen“. Na ja, wir haben uns eigentlich alle gut verstanden – also kein Blutvergießen. Nur faire Wettkämpfe!

Das 6. Match gegen den späteren Sieger wurde tatsächlich zum Krimi. Freising leistete sich in der ersten Passe ein „M“ und musste fortan hinter uns her jagen. Nach 3 Passen führten wir noch mit 7 Ringen Vorsprung. Dann kamen nochmal 52 dazu. Tolle 215 Ringe, aber mit dem Fernglas konnte ich das Unheil auf der Freisinger Scheibe schon erahnen. Eine 59er Passe und damit ein Unentschieden. Bei diesem Match hat Peter mal wieder gezeigt, wie es geht: 78 Ringe!!! (An den zwei 9ern arbeitet er noch!)

Im 7. Match waren die ersten vier Mannschaften unter sich. Zu diesem Zeitpunkt waren wir Vierter und nur ein Sieg gegen Schondorf konnte uns noch aufs Treppchen bringen. Nach dem tollen Match gegen Freising war klar, dass Claudia auch jetzt an der Seite von Markus und Peter schießen würde. Hier muss ich auch mal erwähnen, dass Claudia immer als letzte Schützin an die Linie ging und Zeitdruck aus ihrem Wortschatz gestrichen hatte. Mit 209 Ringen waren wir absolut im Soll, die Schondorfer leisteten sich 2 „M“ und somit war klar, dass wir auf dem Trepperl stehen würden. Nebenbei hatte ich immer einen Blick auf die Partie Dachau gegen Freising. Der Sieg der Freisinger brachte uns sogar noch den 2. Platz.

Als Fazit kann man sagen, dass es wiedermal ein schöner Tag war, der allen Spaß gemacht hat. Peter und Markus haben beide 508 Ringe (Durchschnitt 9,07) geschossen. Und keiner hat mir einen Vorwurf wegen meiner 2 „M“ gemacht. (Stinkt mir aber selber) Wir sind eine Mannschaft.

Wir wünschen unserer 1. Mannschaft den selben Spaß und Erfolg bei ihrem 4. Wettkampftag.

Euer Wolfgang

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